Loginbereich

Qualität in Ihrem Bewerbungsprozess

Nicht nur Sie als Ausbildungsunternehmen sollen bei Ihrer Bewerberauswahl auf qualitativ hochwertige Eignungstests oder ein einwandfrei funktionierendes Testsystem setzen können, sondern auch Ihre Bewerber sollen diese Wertigkeit zu jedem Zeitpunkt des Bewerbungsprozesses spüren. Oft können Sie als potenzieller Ausbildungsbetrieb schon im Bewerbungsprozess bei möglichen Auszubildenden punkten, denn schon lange wissen wir aus unserer Studie Azubi-Recruiting Trends: Nicht nur die Jugendlichen bewerben sich bei Ihnen – auch Sie werben um die junge Zielgruppe in der Hoffnung, die Besten für sich gewinnen zu können.

Wie kann Ihnen u-form Testsysteme diesen reibungslosen, wertigen Bewerbungsprozess gewährleisten?

Wir wollen Ihnen einmal die wichtigsten Fakten zur Optimierung Ihres Bewerbungsprozesses durch u-form Testsysteme aufzeigen:

Akzeptanz bei der Zielgruppe

Eines der bedeutendsten Kriterien bei der Erstellung unserer Testverfahren ist ihre Nähe zu den jeweiligen Berufen. Würden Sie sich nicht auch wundern, wenn Sie bei einem Einstellungstest Aufgaben zur Bearbeitung bekämen, die nichts mit Ihrem Berufsbild zu tun haben? Aus diesem Grund arbeiten wir eng mit Fachautoren zusammen, die als ehemalige Ausbilder oder beispielsweise Berufsschullehrer ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu den Ausbildungsberufen bei der Testerstellung einbringen. Des Weiteren sind Germanisten, Anglisten, Naturwissenschaftler und unsere Test- und Wirtschaftspsychologen aus dem Team der u-form Testsysteme maßgebend an der Konzeption und Erstellung der Testverfahren beteiligt. So können wir Ihnen für viele unterschiedliche Ausbildungsberufe den passenden Berufseignungstest anbieten.

Beratung und Vertrieb

Damit Sie schnell und einfach den für Sie passenden Test finden, steht Ihnen unser Vertriebsteam mit kompetenter Beratung bei allen Fragen und Unsicherheiten zur Seite. Wir sorgen ebenfalls für eine zügige Abwicklung Ihrer Bestellungen, damit Sie ohne lange Wartezeit mit der Testung Ihrer Bewerber beginnen können. Denn kaum etwas macht einen schlechteren Eindruck als einen Bewerber erst Wochen oder sogar Monate nach Eingang seiner Bewerbung zum Test einzuladen.

Bewerbermanagement

Unsere jährlich erscheinende Studie hat aufzeigen können, was Bewerber im Bewerbungsprozess wirklich stört. Vom ewig langen Warten bis überhaupt eine Bestätigung zum Erhalt der Bewerbung kam, über Ausbildungsunternehmen, die auf Bewerbungen gar nicht reagierten bis hin zu solchen, die Ihre Bewerber fast zwei Jahre nach Eingang der Bewerbungsunterlagen zum Vorstellungsgespräch einluden – wir haben alle möglichen Geschichten von Bewerbern und Azubis in unserer Studie geschildert bekommen. Damit Ihnen genau so etwas nicht passiert und Sie den Überblick über Ihre Bewerber behalten, bieten wir Ihnen unser Bewerbermanagementsystem, den Bewerbernavigator, an. Egal, ob es um das Bewerbermarketing, die Bewerberverwaltung, ein Ranking Ihrer Bewerber oder die Erfassung aufgenommener Daten aus Vorstellungsgesprächen geht – dieses Tool bietet all diese und weitere Funktionen in Einem. Zeitsparend und nervenschonend durch den sonst langwierigen Bewerbungsprozess.

opta3 – das Testsystem

Dieses Online-Testsystem bietet Ihnen nicht nur die Möglichkeit zur schnellen Auswertung einer Testbearbeitung durch einen Bewerber sowie seine Testung bei ihm selbst zu Hause vom heimischen Computer aus. Es bietet Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, Bewerber für sich zu begeistern und zu zeigen, dass Sie ein modernes und an Ihrer Zielgruppe orientiertes Ausbildungsunternehmen sind. Dabei halten wir selbstverständlich die strengen Regelungen des deutschen Datenschutzes ein und lassen uns jährlich nach Norm ISO/IEC 27001 zertifizieren und entsprechen somit höchsten internationalen Sicherheitsanforderungen.

Sollten Sie sich weitere Informationen oder eine persönliche Beratung wünschen, senden Sie gerne eine E-Mail an vertrieb@testsysteme.de. Unser Team hilft Ihnen gerne weiter.

Der Beitrag Qualität in Ihrem Bewerbungsprozess erschien zuerst auf u-form Testsysteme.

Azubis müssen in den Betrieben nachreifen

Unter dem Deckmantel eines „partnerschaftlichen Umgangs“ werden Kindern seit Anfang des Jahrtausends Struktur und Orientierung verweigert. Sie bleiben deshalb in ihrer Entwicklung auf dem Stand eines Kleinkinds stehen. Aus dessen Perspektive dreht sich die gesamte Welt um das Kind. Die Folgen: Kinder geraten außer Kontrolle, haben Schwierigkeiten, sich in neue Umgebungen wie etwa der Schule einzufügen und bringen Eltern sowie Lehrern keinen Respekt entgegen. Dieses Bild entwirft der Bonner Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Michael Winterhoff, Autor des Bestsellers „Warum unsere Kinder zu Tyrannen werden. Oder: die Abschaffung der Kindheit“. Wir haben mit Dr. Winterhoff über Ursachen und Auswirkungen der Entwicklungsversäumnisse gesprochen – und darüber, wie Ausbilder darauf reagieren sollten.

u-form: Welche Beobachtungen haben Sie veranlasst, 2008 das Buch „Warum unsere Kinder zu Tyrannen werden“ zu veröffentlichen?

Dr. Winterhoff: Ich bin analytisch-tiefenpsychologisch ausgebildet. Psychische Störungen kann man bei Kindern nur durch genaue Beobachtungen diagnostizieren. Seit über 30 Jahren habe ich gleiche Abläufe, also Standardsituationen geschaffen. Bis Mitte der 90er waren Kinder auf dem altersentsprechenden Entwicklungsstand, also mit sechs Jahren schul- und mit 16 Jahren ausbildungsreif. Dann haben sich zunehmend die Kinder in ihrem Verhalten gravierend verändert. Dieses Verhalten entsprach dem von deutlich jüngeren Kindern.
Ein zum Beispiel altergemäß entwickeltes Kind mit 20 Monaten würde registrieren, dass es sich bei mir in einer ihm fremden Umgebung aufhält. Wenn ich den Warteraum betrat, waren sie zurückgenommen und haben erst einmal abgewartet, wie die Eltern auf mich reagieren. Wenn ich heute in den Warteraum gehe, werde ich von den Kindern überhaupt nicht registriert oder sie geben genervte Kommentare ab à la „na endlich“.
Dahinter steht eine gravierende Änderung: Diese Kinder können sich nicht mehr auf mich einstellen, sondern sie zwingen mich, mich auf sie einzustellen, weil sie es aus Elternhaus und Schule nicht anders kennen. Sie lassen mich zum Beispiel warten. Heute gehen 60 Prozent der Kinder bewusst langsam in meinen Raum und bestimmen so das Tempo. Das Verhalten der meisten Kinder, die mir begegnen, entspricht dem Verhalten im Alter von 10 bis 16 Monaten, in denen ein kleines Kind noch nicht zwischen Mensch und Gegenstand unterscheiden und sich auf andere einstellen kann.

u-form: Wie viele Kinder sind davon tatsächlich betroffen oder gilt das gar für eine ganze Generation?

Dr. Winterhoff: Nach meiner Einschätzung befinden sich weit über 50 Prozent der älteren Kinder und der Jugendlichen heute auf einem nicht ihrem Alter entsprechenden Reifegrad.

u-form: Was machen Eltern, Lehrer und Erzieher falsch?

Dr. Winterhoff: Es liegt primär an den Eltern. Die sind zwar sehr engagiert, aber machen etwas grundsätzlich falsch. Das ist kein individuelles Versagen, sondern eine gesellschaftliche Entwicklung: Wir wurden von der Digitalisierung überrollt. Unser Gehirn ist überfordert, wir müssen zu viele Entscheidungen auf einmal treffen und geraten in einen Zustand der Reizüberflutung. Viele fühlen sich überfordert, überfordern sich dabei aber selbst und reagieren nur noch auf die Kinder, anstatt zu agieren.
Die Erwachsenen rutschen in eine als „partnerschaftlich“ wahrgenommene Symbiose mit ihren Kindern und agieren mit ihnen vermeintlich auf „Augenhöhe“. Sie kompensieren mit dieser Nähe zum Kind unbewusst eigene Defizite und somit wird das Kind ein Teil der Eltern: diese Eltern fühlen und denken für ihr Kind und gehen für ihr Kind in die Schule. Die Kinder erleben vor diesem Hintergrund, dass sie die Erwachsenen steuern können und sie alles in der Hand haben – sich quasi die ganze Welt um sie dreht. Diese Perspektive ist in einem bestimmten Lebensalter völlig normal – bei sehr kleinen Kindern, nicht aber bei Fünf- oder Zehnjährigen.

u-form: Wie wirkt sich das auf diese Kinder aus?

Dr. Winterhoff: Im Kindergarten haben wir dann schon 80 bis 90 Prozent auffällige Kinder. Sie weisen z. T. große Defizite in Sprache, Motorik und Sozialverhalten auf. In der Grundschule leben diese Kinder lustorientiert, meiden Anforderungen, halten sich nicht an die Regeln und gehen in den Steuermodus. Kurzum: Sie drehen sich nur um sich, haben keine Empathie und erkennen Strukturen und Abläufe nicht mehr, wissen etwa nicht zwischen Pause und Unterricht zu unterscheiden und ihr Verhalten entsprechend anzupassen. Das setzt sich auf den weiterführenden Schulen fort …

u-form: Womit wir beim Thema „Berufsausbildung“ wären. Unternehmen bemängeln ja immer stärker die „fehlende Ausbildungsreife“ von Jugendlichen – nicht nur was Schulleistungen angeht, sondern auch in Haltung (Pünktlichkeit, Gewissenhaftigkeit) und Verhalten. Haben wir es hier mit demselben Phänomen zu tun?

Dr. Winterhoff: Ja. Jungen Bewerbern fehlen heute nicht nur Fertigkeiten wie Rechnen und Lesen, sondern grundsätzliche altersgemäße Fähigkeiten und Verhaltensweisen, sie scheitern dann im Beruf. Ich wundere mich nicht darüber, dass Betriebe ihre Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen können.

u-form: Wie gehen Ausbilder denn mit der mangelnden Reife von Azubis um?

Dr. Winterhoff: Die Jugendlichen müssen quasi in den Betrieben „nachreifen“. Es geht dabei nicht um „Erziehung“ oder „Strenge“, sondern um Entwicklung, um das Erleben und Praktizieren von altersgemäßen Verhaltensmustern. Ausbilder müssen sich dazu zunächst darüber klar werden, dass hinter der Fassade des Jugendlichen, der keinen Bock hat, eigentlich ein Kleinkind steht, das erst mühsam lernen muss, sich wie ein Jugendlicher zu verhalten.
Behandle ich den Jugendlichen tatsächlich wie einen 16-Jährigen, überfordere ich ihn. Stattdessen müssen Ausbilder solche Jugendlichen wie Kinder an die Hand nehmen. Diese Jugendlichen brauchen viele Sequenzen mit direkter Ansprache, viel Begleiten und Anleiten. Wichtig wäre, dass der Ausbilder dazu besonders in den ersten drei Monaten solche Jugendliche in direktem Kontakt in Kleingruppen anleitet, ob im Bereich Umgangsformen, Abläufen im Betrieb oder auch konkret an der Werkbank. Hilfreich dabei ist die konkrete, direkte Ansprache: „Sascha, jetzt machst du das.“
Je mehr und kleinteiliger Ausbilder anleiten, desto schneller haben die Jugendlichen die Chance, sich zu entwickeln. Günstig wäre, wenn der Ausbilder anders reagiert als die Eltern in Symbiose, nämlich zeitverzögert und nicht reflexartig wie die Eltern. Auch das ist ein wichtiger Lernprozess.

u-form: Das klingt furchtbar anstrengend…

Dr. Winterhoff: Ist es nicht, wenn die Strukturen für eine solche persönliche Betreuung gegeben sind. In Handwerksbetrieben ist das nach meiner Erfahrung zum Beispiel wegen der persönlichen Nähe zwischen Azubis und Ausbildern der Fall. Jammern führt zudem zu nichts: Andere Bewerber wird es auf absehbare Zeit nicht geben, den Betrieben bleibt also nichts anderes übrig.

Dr. Michael Winterhoff (Jahrgang 1955) arbeitet in Bonn als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Psychotherapie und hat sich zudem als Autor einen Namen gemacht. Zuletzt hat er im Sommer 2017 das Buch „Die Wiederentdeckung der Kindheit: Wie wir unsere Kinder glücklich und lebenstüchtig machen“ veröffentlicht.

Der Beitrag Azubis müssen in den Betrieben nachreifen erschien zuerst auf u-form Testsysteme.

Einstellung von schulstarken Azubi-Bewerbern: Eine Fehlinvestition?

Am Rande einer Ausbildungsveranstaltung habe ich im März Michael Mühlegg kennengelernt, der in Süddeutschland den Standort Süd der Nachwuchsstiftung Maschinenbau leitet. Er hat zum Thema Rekrutierung von Schulschwachen Aspekte aufgezeigt, die mich nachhaltig beeindruckt haben. Das soll schon was heißen und ist daher für mich ein Grund, einmal nachzuhaken.

Felicia Ullrich: Die meisten Betriebe stellen derzeit am liebsten Bewerber, die gute Schulnoten mitbringen, als Azubis für den technischen Bereich ein. Was ist daran falsch?

Herr Mühlegg: Betriebe stellen derzeit lieber Azubi-Bewerber mit guten Schulnoten ein, obwohl sie wissen, dass sie diese wieder verlieren. Im technischen Bereich kostet eine duale Ausbildung die Betriebe nach meinen Schätzungen aktuell zwischen 70000 und 100000 Euro pro Azubi. Kaufmännische Azubis werden ja nur in Betriebsabteilungen eingesetzt, im technischen Bereich werden die Auszubildenden im ersten Jahr komplett in der Ausbildungsabteilung ausgebildet, die sind da noch nicht in die Wertschöpfung integriert. Für die technischen Azubis werden außerdem extra Maschinen angeschafft und unterhalten – das ist eine Parallelwelt, die die Betriebe selbst finanzieren müssen.
Wir haben vor diesem Hintergrund aktuell das Problem, dass schulstarke Azubis nach der Ausbildung gerne an die Fachoberschulen und von da an die Hochschulen weiterziehen. Das in die Ausbildung dieser Azubis investierte Geld ist dann für die Betriebe verloren. Denn das ist meine Erfahrung: Wer sehr gute Schulnoten in die technische Ausbildung mitbringt, für den ist die duale Ausbildung nur eine Zwischenstation.
Bei schulschwachen Azubis kann es zwar sein, dass der eine oder andere seine Ausbildung nicht schafft. Das ist aber nach meiner Erfahrung und auch nach den Berichten zahlreicher Ausbildungsleiter, die ich kenne, nur ein sehr geringer Teil. Die meisten der schulschwachen Azubis bringen ihre Ausbildung zu Ende und bleiben dann den Betrieben länger erhalten.
Vor diesem Hintergrund ist mein Ratschlag an die Betriebe: Macht doch mal einen Business Case auf, dann rechnet sich die Einstellung von schulschwachen Azubis und die der schulstarken eben nicht mehr. Nehmen wir mal an: Von 20 schulschwachen Azubis schafft einer die Ausbildung nicht, von 20 sehr guten Schülern sind 15 nach der Ausbildung wieder weg. Wie hoch ist jeweils die Fehlinvestition? Die Betriebe sparen aktuell immer mehr Personal in der technischen Ausbildung und betreuen mehr Azubis mit weniger Personal. Da heißt es dann in der Folge: „Wir können uns die Betreuung von schulschwachen Azubis nicht leisten.“ Das ist aber eine Milchmädchenrechnung, weil der Return on Investment bei den schulschwachen Bewerbern einfach besser ist.
Würden Ausbildungsunternehmen mehr Schulschwache einstellen und sie intensiv betreuen, würden sie das Ergebnis der Ausbildung verbessern. Denn „eine gute Ausbildung“ müssten wir eigentlich über das Delta zwischen Ausbildungsbeginn und dem Ausbildungsende definieren, nicht über die Noten bei der Abschlussprüfung. Wenn ich einen Schulschwachen einstelle, legt der in den meisten Fällen zwar keine Einser IHK-Prüfung hin. Dafür kann er sich aber im Laufe der Ausbildung weiterentwickeln und vor allem im praktischen Bereich des betrieblichen Alltags viel reißen und bleibt dem Betrieb über das Ausbildungsende hinaus erfahrungsgemäß deutlich länger erhalten. So erhalte ich als Ergebnis der Ausbildung motivierte und sehr zuverlässige Facharbeiter, die sich der Chance, die der Betrieb ihnen in jungen Jahren gegeben hat, in der Regel bewusst sind. Solche Mitarbeiter werden mit der Zeit immer wertvoller für den Betrieb und identifizieren sich sehr stark mit dem Unternehmen.

Felicia Ullrich: Sie waren vor ihrer Tätigkeit für die Nachwuchsstiftung selbst als Ausbildungsleiter tätig. Wie haben Sie damals die Rekrutierung von Auszubildenden für den technischen Bereich gelöst?

Herr Mühlegg: Für die Nachwuchsstiftung arbeite ich seit Oktober 2016. Vorher war ich Ausbildungsleiter in zwei Maschinenbauunternehmen. Zunächst für einen Mittelständler mit 1900 Mitarbeitern und dann für einen Konzern mit 7000 Mitarbeitern. Ich habe damals schon so über die Rekrutierung von technischen Azubis gedacht wie heute. Da kam die Auswahl nach Schulnoten für mich natürlich nicht in Frage. Wir haben das über Tests sowie Praxisübungen gelöst – und über Schülerpraktika. Die Schülerpraktikanten kamen in der neunten oder achten Klasse der Real- und Hauptschule für einige Wochen zu uns in den Betrieb. Als Ausbildungsleiter habe ich während des Praktikums einen Test mit denen gemacht und ein Vorstellungsgespräch geführt. Wenn es passte, bekamen sie am Ende des Praktikums einen Ausbildungsvertrag, sodass sie sich dann gar nicht mehr bewerben mussten. Entgegen der Vorhersage einiger Skeptiker haben die ihre Schule dann trotzdem ordentlich zu Ende gebracht, obwohl sie den Vertrag „in der Tasche hatten“. Dadurch haben wir viel Geld und Zeit in der Ansprache und Auswahl von Azubis gespart.

Felicia Ullrich: Was macht eigentlich die Nachwuchsstiftung Maschinenbau?

Herr Mühlegg: Die Nachwuchsstiftung legt ihren Fokus sowohl auf die Nachwuchsgewinnung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau als auch auf den Wissenstransfer der neusten Technologien in die berufliche Bildung. Wir sind Impulsgeber und bieten Hilfestellungen für Ausbilder, Personalleiter und Berufsschullehrer, indem wir etwa aktuellstes Wissen in analoger als auch in digitaler Form entwickeln und diese über unsere mobile Lernplattform „MLS“ zur Verfügung stellen. Wir haben zudem mehr als 100 unterschiedliche Qualifizierungsmaßnahmen für die Multiplikatoren, die wir jedoch nicht selbst durchführen, sondern diese direkt in Kooperation mit den Herstellerunternehmen anbieten. Da geht es zum Beispiel um CNC Technik, CAD/CAM, Steuer- und Regelungstechnik sowie Robotik. Ergänzend bieten wir auch Methodik-Workshops. Azubis können an von uns organisierten Maßnahmen teilnehmen, die sie zusätzlich qualifizieren, wie zum Beispiel die Fachkraft für digitale Fertigungsprozesse. Schüler der Klassen 7 bis 10 laden wir auf Fachmessen ein, um sie für Technik zu begeistern. Kurzum: Wir tragen dazu bei, dass sich der Nachwuchs für den Maschinenbau begeistert und zeitgemäß qualifiziert.

Michael Mühlegg ist Standortleiter Süd bei der Nachwuchsstiftung Maschinenbau gGmbH und damit in der Stiftung für „Deutschland unterhalb von Fulda“ verantwortlich. Mühlegg ist 39 Jahre alt und wohnt in der Nähe von Stuttgart.
www.nachwuchsstiftung-maschinenbau.de

Der Beitrag Einstellung von schulstarken Azubi-Bewerbern: Eine Fehlinvestition? erschien zuerst auf u-form Testsysteme.

Kaufmann/-frau im E-Commerce: Neuer Ausbildungsberuf startet im August 2018


Die Digitalisierung in der Wirtschaft nimmt stetig zu. Der Internethandel spielt aus ökonomischer Sicht eine immer größer werdende Rolle. Die klassischen kaufmännischen Ausbildungsberufe können die neuen Anforderungen und Tätigkeitsfelder, die der kontinuierlich wachsende Bereich E-Commerce mit sich bringt, nicht zureichend abdecken. So wurde im Online-Handel der Wunsch nach einem Ausbildungsberuf laut, der auf die speziellen Bedürfnisse dieser Branche zugeschnitten ist.

Ab August 2018 ist es nun so weit: Die ersten Auszubildenden treten ihre Berufsausbildung zum Kaufmann bzw. zur Kauffrau im E-Commerce an.
Geeignete Auszubildende für diesen neuen Ausbildungsberuf können natürlich nur mit einem auf den Beruf zugeschnittenen Berufseingangstest ermittelt werden. Deswegen entwickelte u-form Testsysteme ein Testverfahren, perfekt auf das neue Berufsbild zugeschnitten.

In folgenden Bereichen müssen Bewerberkandidaten ihr Wissen unter Beweis stellen:
Kaufmännisches Interesse
Digitale Skills
Zahlen- und Tabellenverständnis
Sprachkompetenz Deutsch
Sprachkompetenz Englisch

Die Testinhalte aller Bereiche spiegeln die Tätigkeitsfelder im E-Commerce wider, sodass Testteilnehmer/-innen mit der Bearbeitung der einzelnen Aufgaben bereits einen kleinen Einblick in das Arbeitsfeld eines Kaufmanns/einer Kauffrau im E-Commerce erhalten. Da für diese Berufsausbildung eine hohe Affinität zu Informations- und Kommunikationstechnologien erforderlich ist, beinhaltet der Test auch Aufgaben, die die digitalen Skills der Bewerber/-innen überprüfen.
Die Bearbeitungsdauer des Tests beträgt 75 Minuten. Aufgrund des mittleren bis in Teilen hohen Schwierigkeitsgrads richtet sich der Test an Schulabgänger mit einem sehr guten mittleren oder einem höheren Schulabschluss.

opta3, Azubinavigator und der Bewerbernavigator sind Produkte der u-form Testsysteme GmbH & Co. KG